Wir sind da.

Welche Behandlungsansätze bieten wir an?

Chronische Schmerzen sind in der Regel nur durch die Kombination verschiedener Behandlungsansätze in den Griff zu bekommen. Einzelne Therapiebausteine sind dabei
  • Medikamentöse Behandlung
  • Psychosomatische Grundversorgung
  • Entspannungsverfahren
  • Schmerzbewältigungstraining
  • Krankengymnastik/Dehn-Techniken
  • Akupunktur 
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    Insbesondere bei chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates wie den chronischen Rücken- und Kniearthroseschmerzen und auch bei chronischen Kopfschmerzen kann Akupunktur im Sinne eines Reiztherapieverfahrens lindernde Effekte haben und durch regulierende Einflüsse auf den Körper ein ergänzender Baustein in der multimodalen Schmerzbehandlung sein. Vor allem, wenn Medikamente nicht vertragen werden, nicht erwünscht sind oder unzureichend wirken.

     

    Zielstrukturen bei der Nadelung sind in erster Linie das Bindegewebe, insbesondere Bindegewebsplatten, Faszien, Nerven- und Gefäßhüllen, Knochenhaut und Gelenkkapseln.

    Bindegewebe ist stark von vielen kleinen Nerven durchzogen, die für einen Teil der Akupunkturwirkung sorgen. Durch den Nadelreiz werden bestimmte Schmerz-, Druck- und Berührungsfühler stimuliert, deren Erregungen dann schmerzhemmende Mechanismen im Rückenmark und übergeordneten Zentren aktivieren. Außerdem gibt es lokale Wirkungen, z.B. auch durch Beeinflussung/Auflösen von Muskelknötchen, den sogenannten Triggerpunkten.

     

    Zu Beginn der Behandlung wird ein Nadeltherapiekonzept erstellt, das sich am körperlich-seelischen Befund orientiert und die diagnostischen Kriterien der chinesischen Medizin mit einbezieht. So werden äußerliche Veränderungen (z.B. des Hautzustandes in Farbe, Feuchtigkeit, Schwellungen) gesichtet und tieferliegende Strukturen ertastet und im Vergleich beurteilt, nach Hitze und Kälte gefahndet. Besonders wichtig ist die Zuordnung der Schmerzen zu einer bestimmten Leitbahn, daher wird die Frage nach dem Schmerzort und seiner Ausstrahlung und der Stelle mit dem stärksten Schmerz gestellt.

    Bei einem Behandlungsplan werden in der Regel lokale Punkte und sogenannte Achsenfernpunkte nach einem bestimmten Schema kombiniert und zusätzlich sogenannte symptomatische Punkte genadelt. Die Nadeln werden dann für 30 Minuten belassen. Sinnvoll ist es, diese Zeit für geeignete Entspannungsübungen zu nutzen, um den vegetativen Regulationseffekt der Akupunktur zu verstärken. Wenn sie möchten, können Sie ein leichtes Tuch mitbringen, das sich schmerzlos über die Nadeln legen lässt.

    Bei der Ohrakupunktur, die man sowohl alleinig als auch in Kombination mit der Körperakupunktur einsetzen kann, wird mit einem Drucktaster nach empfindlichen Stellen entsprechend einem bestimmten Muster gesucht und ebenso gezielt genadelt. Es gibt auch die Möglichkeit der Behandlung mit sog. Dauernadeln, v.a. am Ohr. Diese werden belassen bis sie von selbst abfallen.

     

    Studien, die eine Wirksamkeit der Akupunktur (auch der sog. Scheinakupunktur an Nichtakupunkturpunkten) bei chronischen Kniegelenksarthrose-, chronischen Rücken- und Kopfschmerzen belegen, sind beispielsweise die GERAC-Studien (2002–2007). Die mit Akupunktur erzielten Effekte waren hier z.T. sogar einer üblichen Standardtherapie überlegen, bei Spannungskopfschmerz und Migräne entsprachen ihre Effekte der Standardtherapie.

    Akupunktur hat den Vorteil, dass bei sachgemäßer Anwendung keine schwerwiegenden Nebenwirkungen zu erwarten sind. Dennoch kann das Einstechen der Nadeln leicht schmerzhaft sein, es können Bluttropfen austreten, kleine Blutergüsse und Reizungen an der Einstichstelle auftreten oder Taubheitsgefühl, Kreislaufreaktionen, Schwindel und Müdigkeit. Informieren Sie uns bitte über Begleiterkrankungen, insbesondere Hauterkrankungen, Veränderungen der Blutgerinnung und Allergien, vermeiden Sie die Anwendung von Salben u.ä. vor der Akupunktur. 

    Die Leistungen zur Akupunkturbehandlung bei chronischen Kniearthrose- und Rückenschmerzen werden von allen Krankenkassen übernommen.

    Wenn Sie Interesse an einer Akupunkturbehandlung haben, auch bei nicht hier im Text genannten Erkrankungen wie beispielsweise der Fibromyalgie, sprechen Sie uns an.

  • Manualtherapeutische Behandlungsansätze
    Osteopathie

    Was man unter Osteopathie versteht
    Osteopathie ist eine Behandlungsmethode, die manuell, d.h. mit den Händen, durchgeführt wird. Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still begründete vor ungefähr 130 Jahren diese Methode. Stills Theorie wird von ihm selbst als Philosophie bezeichnet. Zu den grundlegenden Annahmen gehört, dass die Bekämpfung von Krankheiten durch die Förderung der Selbstheilungskräfte des Körpers möglich ist.

    Die osteopathische Medizin verfolgt auch einen präventiven Ansatz. Störungen sollen erfasst und beseitigt werden, bevor sie zu Beschwerden führen und ernsthafte Folgen nach sich ziehen. Die Osteopathie ermöglicht die Behandlung funktioneller Störungen, bevor sich strukturelle Probleme einstellen. Falls bereits strukturelle Störungen aufgetreten sind, kann die Osteopathie den Organismus darin unterstützen, diese Störungen zu kompensieren.

     

    Funktionsstörungen in einem Bereich des Körpers können Schmerzen in einem ganz anderen Teil hervorrufen. Ein schönes Beispiel hierfür: jemand hat sich vor vielen Jahren den Knöchel vertreten. Die akuten Beschwerden sind irgendwann abgeklungen. Das Gelenk hat sich aber nicht völlig erholt und steht noch in einer leichten Fehlstellung. Diese kann durch den Körper kompensiert werden. Kommen vielleicht nun noch andere kleine Fehlstellungen hinzu, kann der Körper dieses irgendwann nicht mehr kompensieren und er reagiert über bestimmte Muskeln, die dann zum Beispiel das Becken schief ziehen. Dieses wirkt sich auf die Wirbelsäule aus, und der Patient bekommt Rückenschmerzen.

     

    Versucht man diese Beschwerden nun über den Rücken zu behandeln, wird es zu keiner Besserung führen. Es muss der Fuß behandelt werden, damit auch die Rückenschmerzen besser werden.

    Aus osteopathischer Sicht brauchen die verschiedenen Strukturen des Körpers, wie Muskeln, Knochen, Nerven, Organe, Liquorräume, Blut-und Lymphgefäße und auch die Faszien untereinander freie Beweglichkeit. Gibt es Blockaden in diesen Strukturen, kommt es zu Beschwerden.

     

    Osteopathie ist eine ganzheitliche Methode, die in drei Bereiche eingeteilt werden kann. Bei der Behandlung sieht der Osteopath den Körper allerdings als Einheit.

    1. Die viscerale Osteopathie beschäftigt sich mit den Organen und ihrer Fixierung im Körper und der Durchblutung.
    1. Die parietale Osteopathie therapiert vor allem Muskeln, Knochen, Gelenke und Bindegewebe.
    1. Die kraniosacrale Therapie beschäftigt sich mit den im Körper innewohnenden Geweberhythmen, insbesondere am Kopf und Kreuzbein. Über diese Rhythmen hat das System Auswirkungen auf den gesamten Körper.

     

    Weitere Bereiche der Osteopathie sind die Muskelenergietechniken, die auch die sanfte Form der Chirotherapie genannt werden, und die Counter Strain Techniken.

     

    In unserer Praxis ist die Osteopathie ein Mosaikstein im multimodalen Schmerztherapiekonzept. Nach gründlicher Untersuchung legen wir fest, ob eine solche Behandlung für Sie sinnvoll ist.

     

    Nach einer Osteopathiebehandlung kann es zu einer kurzzeitigen Schmerzverstärkung kommen. Dieses ist jedoch als Ausdruck dessen zu bewerten, dass der Körper sich mit den neuen Informationen auseinandersetzen muss. Sie sollten in den Stunden nach der Osteopathie viel trinken und sich ausruhen.

    Je nach Beschwerden können eine oder mehrere Behandlungen über einen längeren Zeitraum sinnvoll sein. Die private Krankenversicherung erstattet in der Regel die Kosten für die Behandlung. Mittlerweile übernehmen auch viele gesetzliche Kassen Teile der Kosten. Informieren Sie sich hier im Einzelfall genau bei ihrer Krankenkasse.

     

    Sind bei Ihnen osteopathische Behandlungen sinnvoll und Sie entscheiden sich für diese, sollten Sie wissen, dass wir den Behandlungsvertrag mit Ihnen und nicht mit der Krankenkasse abschließen.

    Bei Kassenpatienten rechnen wir einen reduzierten privatärztlichen Satz ab, so dass die Kosten für die Behandlung ungefähr bei 60 € für eine halbe Stunde liegen.

    Chirotherapie

    Die Chirotherapie behandelt Funktionsstörungen der Knochen, Gelenke und Muskeln. Hier werden direkte und indirekte Techniken unterschieden. Direkte Techniken arbeiten mit Impulsen. Der Volksmund würde das als Einrenken bezeichnen. Indirekte Techniken sind sanfte Techniken, die zum Teil der Osteopathie entliehen sind.

    Genaues zu einem besonderen Teil der Chirotherapie finden Sie im nächsten Abschnitt („Ganzheitliche Chiropraktik und manuelle Gelenktherapie“).

    Ganzheitliche Chiropraktik und manuelle Gelenktherapie

    Auch bei der ganzheitlichen Chiropraktik finden sich präventive Denkansätze, und wie bei der Osteopathie sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und untersützt werden. Chiropraktik ist ein alternativmedizinisches Behandlungsverfahren, das schmerzhafte Funktionsstörungen (sog. Subluxationen oder Blockierungen) der Gelenke an Wirbelsäule und Extremitäten positiv beeinflussen kann. Dabei werden lokale Verspannungen und Fehlstellungen der Gelenke ertastet und durch gezielte Handgriffe mit sanften, kontrollierten Impulsen behandelt.

     

    Funktionelle Störungen in bestimmten Wirbelsäulenabschnitten können mit Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Taubheits- und Kribbelgefühl und bei Störungen im Halswirbelsäulenbereich mit Nacken-/Kopfschmerz, Schwindel, Seh-/Hörstörungen, Ohrgeräuschen, Schluck- und Stimmstörung, Halsschmerz, Fremdkörper-, Kloß- und Engegefühl im Hals, Schweißausbrüchen und Schlafstörungen einhergehen. Sie sind häufig Ursache sogenannter unspezifischer Rückenschmerzen, d.h. Wirbelsäulenbeschwerden ohne nachweisbare strukturelle Veränderungen.

    Die Ganzheitliche Chiropraktik ist eine Manipulationstechnik, bei der Minimalimpulse eingesetzt werden mit dem Ziel, Blockierungen zu lösen und Fehlstellungen zu beseitigen.

     

    Chiropraktik und Chirotherapie bezeichnen nicht dasselbe. Chirotherapie/Manuelle Therapie ist in Deutschland eine Zusatzausbildung mit Prüfung durch die Ärztekammern.

    Chiropraktik wird in Deutschland vor allem von Heilpraktikern und Physiotherapeuten und weniger von Ärzten angewendet, ist allerdings in den USA und anderen Staaten ein anerkanntes Behandlungsverfahren.

    Die Ausbildung „Ganzheitliche Chiropraktik und Manuelle Gelenktherapie“ ist nach den Therapierichtlinien des DDH (Dachverband Deutscher Heilpraktiker e.V.) für Chiropraktik zertifiziert. Die Ausbilder des DIC (Deutsches Institut für Chiropraktik) haben u.a. das Diplom „Master of Chiropraktik“ als nichtuniversitären Titel über den Ausbildungsnachweis in der Ackermann-Methode am Ackermann-College of Chiropractic in Stockholm erworben und lehren diese Methode in Deutschland.

     

    Dr. Ackermann war persönlicher Therapeut der schwedischen Königin, sein Konzept hat sich in mittlerweile 40-jähriger Anwendungspraxis bewährt.

    Wenn Sie Interesse an einer chiropraktischen Behandlung haben, sprechen Sie uns an, wir werden dann prüfen, ob ein solcher Therapieansatz bei Ihnen sinnvoll ist.

  • Diagnostische/therapeutische Lokalanästhesie
  • Nerven/Plexus-Blockaden
  • Rückenmarksnahe Blockaden (Sakrale)
  • Sympathikus-Blockaden/GLOA
  • Neuraltherapie
  • Laser-Schmerztherapie
  • Transcutane Nervenstimulation (TNS)
  • Ernährungsberatung
  • Rückenschule
  • Maltherapie
  • Bio-Feedback-Therapie

Unsere langjährige Erfahrung mit Schmerzpatienten hilft uns dabei, das passende Konzept zu finden. Außerdem können wir uns durch unsere unterschiedlichen Qualifikationen in der Behandlung gut ergänzen.